Traktorprotest auf Mallorca: Verkehrsbehinderungen durch wütende Bauern
Zwei Traktorenumzüge, die für diesen Donnerstag als Protest gegen das zwischen der EU und dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur jüngst unterzeichnete Abkommen organisiert wurden, führen sowohl in Palma de Mallorca als auch im Inselinnern zu Verkehrsbehinderungen. Zwei Kundgebungen begannen gleichzeitig um 10 Uhr an einem Tag, an dem in ganz Spanien etwa dreißig Protestaktionen stattfinden.
Die Anwesenheit von Dutzenden von Traktoren auf der Straße, die gleichzeitig vom Gewerbepark Son Castelló und dem kleinen Dorf Ariany aus starteten, erfordert von den Autofahrern äußerste Vorsicht und führte während eines Großteils des Vormittags zu Staus. Die Organisatoren erwarteten mehr als 100 Landwirte mit ihren Fahrzeugen, was den Verkehr in Palma sowie in anderen Orten wie Maria de la Salut, Sineu, Santa Margalida oder Petra zeitweise beeinträchtigte.
Protest gegen bürokratische Hürden und unfaire Wettbewerbsbedingungen
Die Bauern protestieren unter anderem gegen die Entscheidung, die Einfuhr von Lebensmitteln aus Ländern, die nicht den strengen Gesundheitskontrollen der EU unterliegen, zu ermöglichen. Außerdem fordern sie einen Abbau der bürokratischen Hürden, „die kleine und mittlere Betriebe erdrücken”, sowie eine stärkere Förderung lokaler Produkte. Diese Forderungen werden von vielen Experten unterstützt, die darauf hinweisen, dass die derzeitigen Regelungen den lokalen Landwirten unfairer Wettbewerb bescheren.
Die Proteste auf Mallorca sind Teil einer größeren Bewegung, die sich gegen die Auswirkungen des EU-Mercosur-Abkommens auf die Landwirtschaft und die lokale Wirtschaft richtet. Nach Angaben der Europäischen Kommission soll das Abkommen den Handel zwischen der EU und den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) ausweiten und die Zölle auf viele Produkte reduzieren oder abschaffen. Kritiker argumentieren jedoch, dass dies zu einer Zunahme der Einfuhren von billigen Agrarprodukten führen könnte, was die lokale Landwirtschaft und die Umwelt schädigen könnte.
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Images Credit: www.mallorcamagazin.com